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bevorstehende Termine

Termin Informationen:

  • Do
    07
    Dez
    2017

    Afrika und die EU-Handelspolitik

    19.30 UhrKommende, Brackeler Hellweg 144

    Interessen und Widerstände, Gewinner und Verlierer

    Am Donnerstag, den 07. Dezember, ist der Afrika-Experte Boniface Mabanza in der Kommende zu Gast. In der Reihe „Querdenker im Interview“ spricht er ab 19.30 Uhr über aktuelle Entwicklungen und Missstände in der europäisch-afrikanischen Handelspolitik. Unsere Veranstaltung findet wenige Tage nach Beendigung des fünften Gipfeltreffens der Afrikanischen Union mit der Europäische Union in Abidjan (Elfenbeinküste) statt. Boniface Mabanza wird auf die Ergebnisse eingehen. Unmittelbar berichten kann er vom Alternativgipfel, der parallel vom 29. bis 30. Nov. stattfindet, ebenfalls in Abidjan, und an dem er teilnehmen wird. Wir haben Gelegenheit, ihn zu befragen und mit ihm ins Gespräch zu kommen:

    • Was sind die wichtigsten Ergebnisse der beiden Gipfeltreffen? Worum geht es bei den seit Jahren

    verhandelten Abkommen mit afrikanischen Staaten oder Staatengruppen? Warum gibt es auf

    afrikanischer Seite eine so hohe Unzufriedenheit und immer wieder Verhandlungsblockaden?

    • Verhandeln „auf Augenhöhe“: Woran scheitert das bisher? Was sind unverzichtbare Voraussetzungen? Wer verhindert sie? Mit welchem Interesse und welchem Erfolg?

    • Bringen der "Marshallplan mit Afrika" und „Compact mit Afrika“ einen neuen Aufbruch? Oder geht es um erweiterte Chancen für europäische Investoren? Wie werden afrikanische Ressourcen,

    Produktionsstätten und Strukturen der Selbstversorgung geschützt und bewertet?

    • Wie hat sich die Staatsverschuldung verschiedener afrikanischer Länder zuletzt entwickelt? Gibt es positive Beispiele für Auswege aus der Verschuldungsfalle?

    • Wer verdient an den wachsenden Schulden afrikanischer Länder? Wer profitiert vor allem von den

    geplanten Investitionen und Freihandelsabkommen?

    • Wie realistisch ist der so oft gehörte Hinweis auf die korrupten Eliten in vielen afrikanischen Staaten?

    Was sind die tieferen Ursachen für Korruption und mangelnde Rechtsstaatlichkeit?

    • Wie sind Studien zu bewerten, die zu dem Ergebnis kommen, dass Afrika jährlich – trotz aller

    Entwicklungshilfegelder – einen Netto-Kapitalabfluss von ca. 40 Milliarden Dollar zu verkraften habe?

    • Was haben die Strukturanpassungsprogramme der letzten Jahre bewirkt? Erhalten die Regierungen in Zukunft mehr Spielraum zum Aufbau von Bildungsangeboten, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur?

    • Geht es bei der aktuellen europäischen Sorge um die Entwicklung afrikanischer Länder vorrangig um die Verringerung von Flüchtlingszahlen oder um Hilfen zur eigenständigen Entwicklung?

    Dr. Boniface Mabanza stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Er hat Philosophie,

    Literaturwissenschaften und Theologie studiert. Seit 2008 koordiniert er die Kirchliche Arbeitsstelle

    Südliches Afrika (KASA) in der Werkstadt Ökonomie in Heidelberg. Zu seinen zahlreichen

    Veröffentlichungen und Engagements siehe: www.kasa.de. U.v.a. hat er eine „Theologie des Lebens aus kongolesischer Sicht“ (Grünewald Verlag 2015) veröffentlicht.

    Die Teilnahme am Interview-Abend mit Boniface Mabanza ist kostenfrei.

    Zur Erleichterung unserer Vorbereitung bitten wir dringend um Anmeldung:

    telefonisch (0231 206050) oder per Mail: kister@kommende-dortmund.de.