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Termin Informationen:

  • Do
    06
    Dez
    2018

    Markus Wissen: Imperiale Lebensweise – Leben wir alle auf Kosten anderer?

    18 – 20 UhrSozialforschungsstelle, Evinger Platz 17

    Einladung zur Diskussion

    (KK) Wir leben in einer Zeit, in der sich der globale Norden nach wie vor an den ökologischen und sozialen Ressourcen des globalen Südens bedient. Unsere Muster von Produktion und Konsum erfordern einen überproportionalen Zugriff auf Ressourcen und Arbeitskraft der restlichen Welt. Mit anderen Worten: Die Ausbeutung von Mensch und Natur hält nach wie vor an – und nimmt weiter an Fahrt auf. In ihrem Buch bezeichnen Ulrich Brand und Markus Wissen dies als unsere „imperiale Lebensweise.“

    Wohin treibt die menschliche Zivilisation und was hat das mit unserer Lebensweise zu tun? Irgendwie spüren es alle – die ökologischen und sozialen Verwerfungen auf der Erde verhindern ein gutes Leben für alleund gefährden das Überleben der Menschheit. Trotzdem verfestigt und verallgemeinert sich global eine Lebensweise, die Krisen wie die Klimakrise verursachtDie meisten Menschen stehen hilflos vor dieser Situation. Den eigenen Konsum ändern? Reicht das? Und wenn ja, was genau? Geht ein „richtiges Leben“ in einer „falschen Welt“? Politisch entschlossen eingreifen? Welche offensichtlich starken Interessen verhindern ein Umsteuern? Wie und wo fängt man an?

    In Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW lädt die Kooperationsstelle zur Diskussion über diese Fragen ein. Referent ist Markus Wissen, der zusammen mit Ulrich Brand 2017 das Buch „Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur in Zeiten des globalen Kapitalismus“ (oekom Verlag) veröffentlicht hat. Markus Wissen ist Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt sozial-ökologische Transformationsprozesse an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

    Die Veranstaltung ist der Auftakt einer neuen Reihe von Diskussionsveranstaltungen der Kooperationsstelle in Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW mit dem Titel „Schichtwechsel. Das ‚After Work‘ Gespräch“.

    Referent: Markus Wissen