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Termin Informationen:

  • Do
    21
    Nov
    2019

    Umvolkung | Ein Kampfbegriff der extremen Rechten

    19:00 UhrBahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, Studio 108

    Der Begriff „Umvolkung“ ist im Zusammenhang mit dem Thema Migration einer der prominenten Kampfbegriffe der extremen Rechten. Mit seinen verschiedenen Bedeutungen ist er, verstärkt seit den 1990er Jahren, in rechten Medien und Programmen in Gebrauch. Begriffsgeschichtlich lässt er sich bis in 1920er Jahre zurückverfolgen, manche Bedeutungskomponenten reichen noch weiter zurück. In ihm verdichtet sich die wechselhafte Geschichte völkisch-nationalistischer Diskurse in Deutschland. Die strömungsübergreifende Verwendung des Begriffs „Umvolkung“ oder entsprechender Ersatzbegriffe (z.B. „Bevölkerungsaustauch“) verweist heute auf die weltanschaulichen Gemeinsamkeiten der extremen Rechten. In der konkreten politischen Praxis lassen sich allerdings unterschiedliche politische Forderungskataloge zur Zuwanderung zwischen den Strömungen (Rechtspopulismus, Neue Rechte, Identitäre Bewegung, Neonationalsozialismus) beobachten, die im Ausmaß ihrer Radikalität voneinander abweichen.

    Helmut Kellershohn gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die Geschichte des Begriffs „Umvolkung“, die sich nicht zuletzt als eine Geschichte der Gewalt lesen lässt.

    Der Historiker Helmut Kellershohn ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS).

    Veranstaltet von Langendreer und Werne gegen Nazis und Bahnhof Langendreer. Eintritt frei.