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bevorstehende Termine

Termin Informationen:

  • Mo
    18
    Jun
    2018

    Prof. Heitmeyer: Hass und Gewalt gegen Minderheiten

    19:00 UhrAuslandsgesellschaft, Steinstr. 48 (Nordausgang Hbf, neben Steinwache)

    Prof. Wilhelm Heitmeyer, Bielefeld:

    "Deutschland auf dem Weg in eine "prekäre Zivilität"? - Hass und Gewalt gegen Minderheiten"

    Das Forschungsinteresse von Prof. Dr. Heitmeyer gilt seit mehr als 30 Jahren Rechtsextremismus,

    Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeit stehen die Bielefelder Desintegrationstheorie und die empirischen Prüfung bei Konflikten und Gewalt. Seine Kernthese lautet: Je weniger faktisch oder gefühlt materielle Sicherheit, soziale Anerkennung und persönliche Akzeptanz gegeben sind, desto stärker werden diejenigen ausgegrenzt, die anders sind als man selbst. Als weiteren Grund für Gewalt sieht Heitmeyer eine „rohe Bürgerlichkeit“: Durch ein ökonomistisches Denken in der Gesellschaft würden Einzelne nach Nützlichkeit, Verwertbarkeit und Effizienz beurteilt.

    DIE ZEIT urteilte über ihn und seine Arbeit: „Wilhelm Heitmeyer erforscht, was die Gesellschaft zusammenhält und wie Gewalt entsteht. Seine Ergebnisse sind vielen unheimlich: Den Politikern, den Freunden der Multikultur, den Islamisten.“

    1996 bis 2013 Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld

    seit 1982 Leiter verschiedener Forschungsgruppen zu Rechtsextremismus, Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und ethnisch-kulturellen Konflikten,

    darunter das Langzeitprojekt „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)“

    Autor / Herausgeber zahlreicher Publikationen u.a. zu Gewalt, Rechtsextremismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, soziale Desintegration

    seit August 2013 Senior Research Professor an der Universität Bielefeld