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bis 17. Februar: Cerrejón Kohle für Deutschland - Raubbau und Ausbeutung für Kolumbien

— abgelegt unter:

Fotoausstellung (mit 2 begleitenden Vorträgen) über die größte Tagebaumine in Südamerika, aus der der Energiekonzern STEAG seine Importkohle für Deutschland bezieht. Die Dortmunder Stadtwerke und die DEW haben zusammen mit einem Stadtwerkekonsortium STEAG mehrheitlich übernommen.

Was
  • Ausstellung
Wann 07.02.2012 09:00 bis
17.02.2012 18:00
Wo Reinoldinum, Schwanenwall 34
Name Till Strucksberg
Kontakttelefon 0231 773929
Termin übernehmen vCal
iCal

El Cerrejón

 

  

 

 

 

 

Fotoausstellung vom 6. bis 17. Februar 2012

im Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

Geöffnet: montags bis freitags 9-18 Uhr

 

 

Eröffnung am 6. Februar 2012, 18 Uhr

anschließend Vortrag: Menschenrechte in Kolumbien

 

 

Vortrag 15. Februar 2012, 19 Uhr:

Cerrejón – Kohle für Deutschland,

die Zeche zahlen die Anwohner

Die Ausstellung:

 

Das Kohlebergwerk El Cerrejón in Kolumbien ist die größte Tagebaumine in Lateinamerika. Von dort bezieht der Energiekonzern Steag überwiegend seine Importkohle für Deutschland. Steag gehört mehrheitlich einem Konsortium, an dem DSW21 und DEW21 beteiligt sind. Damit profitieren wir, die Dortmunder und Dortmunderinnen über ihre Stadtwerke und  ihren Energieversorger von der billig produzierten Kohle. Vor Ort in Kolumbien zahlen die Menschen die Zeche: Kleinbauern werden gewaltsam vertrieben oder unzureichend entschädigt. Wälder werden gerodet, Flüsse umgeleitet und riesige Abraumhalden produziert. Der offene Transport der Kohle mitten durch Ortschaften führt zu weiteren Gesundheits- und Umweltschäden.

 

Eröffnung und Vortrag Montag, 6.2., 18 Uhr: Die Lage der Menschenrechte in Kolumbien

Stefan Ofteringer, Berater für Menschenrechte in Kolumbien für MISEREOR, wird über eine der schlechtesten Menschenrechtsbilanzen der Welt berichten. Besonders dort, wo Bodenschätze abgebaut werden, stehen diejenigen, die sich für soziale Veränderungen einsetzen, besonders unter Druck von bewaffneten Gruppen oder staatlichen Sicherheitskräften und Geheimdiensten. Der Referent skizziert die Zusammenhänge von Menschenrechtsverletzungen und wirtschaftlichen Prozessen und macht Vorschläge, wie dem begegnet werden kann.

 

Vortrag Mittwoch, 15.2., 19 Uhr: Cerrejón – Kohle für Deutschland – die Zeche zahlen die Anwohner

Sebastian Rötters, Bergbau-Referent FIAN Deutschland, behandelt konkret die Situation im Department La Guajíra der Mine El Cerrejón, wo in der Vergangenheit schwerste Menschenrechtsverletzungen durch Paramilitärs verübt wurden. Auch jetzt noch werden Umsiedlungen verzögert, die Unternehmen kommen ihrer Verantwortung nicht nach und eine Kontrolle durch staatliche Instanzen findet nicht statt. Die Profite aus dem Kohleabbau kommen bei den Menschen vor Ort nicht an. Im Gegenteil erleiden sie zusätzlich durch die Staubentwicklung beim Abbau und Transport der Kohle und durch die Verschmutzung der Gewässer schwere Gesundheitsschäden. Der Fluss Ranchería, die Hauptwasserquelle des Departments soll auf 26 km Länge umgeleitet werden, womit die betroffenen Gemeinden die einzige Süßwasserquelle und damit ihre Lebensgrundlage in Gefahr sehen.

 

Die Ausstellung und die Vorträge werden organisiert von:

* Attac Dortmund

* Bündnis demokratische Energie-Wende kommunal

* Iberoamerika-Kreis der Auslandsgesellschaft NRW

* Informationszentrum 3. Welt

* Werkstatt Ökumene Eine Welt der Ev. Kirche Dortmund Lünen