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Termin Informationen:

  • Fr
    23
    Apr
    2021

    "Made in Bangladesh" - Online-Film-Preview und Nachgespräch

    19:00 Uhronline

    Der Film „Made in Bangladesch“ erzählt die Geschichte einer Textilarbeiterin, die sich mit den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen nicht abfinden will. Sie kämpft dagegen an und gründet eine Gewerkschaft. Am Vorabend des Jahrestages des Unglücks von Rana Plaza zeigen wir den Film im Rahmen einer Preview. Nach dem 90-minütigen Film laden wir zu einem Nachgespräch ein.

    Der Film

    Shimu ist Anfang 20 und arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka. Als Jugendliche war sie aus ihrem Dorf weggelaufen, um einer arrangierten Ehe zu entfliehen. In der Stadt hatte sie zunächst als Hausmädchen gearbeitet. Jetzt verdient sie zwar besser, aber die Arbeitsbedingungen sind von Ungerechtigkeit und Ausbeutung geprägt. Als ein Kurzschluss ein Feuer auslöst, bricht Panik unter den fliehenden Frauen aus. Eine Kollegin stirbt, andere sind schwerer verletzt. Shimu kommt mit einem Schock davon. Als den Arbeiterinnen dann Teile ihres Lohnes verweigert werden, nehmen es einige hin, andere protestieren und beschließen – auf Anraten einer NGO – eine Gewerkschaft zu gründen. Shimu ergreift die Initiative und wiedersteht auch dem Druck und den Drohungen der Geschäftsführung. Als Shimus Ehemann davon erfährt, verbietet er ihr, sich weiter zu engagieren. Doch die Registrierung der Gewerkschaft ist fast erreicht und Shimu nicht mehr bereit sich weiterhin den patriarchalen Strukturen zu unterwerfen – weder bei der Arbeit, noch in ihrer Ehe.

    Regisseurin Rubaiyat Hossain, in Bangladesch geboren, studierte Film an der New York University’s Tisch School of the Arts. Seit 2008 arbeitet sie als Regisseurin und Produzentin in Bangladesch. Nach dem Feuer im Rana Plaza 2013 und dem Tod von über tausend Textilarbeiterinnen entschließt sie sich, einen Film über den Kampf der mutigen jungen Frauen zu drehen, die sich gegen die Verhältnisse auflehnen. Der Kinostart ist am 20. Mai.

    Das Nachgespräch: „Wie kann mehr Gerechtigkeit in der Textilindustrie gelingen?“

    Im Anschluss an den Film wollen wir Möglichkeiten des eigenen Handelns diskutieren – sowohl als Verbraucher*innen wie auch als politisch engagierte Bürger*innen.

    Es diskutieren mit:

    Dr. Sabine Ferenschild, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SÜDWIND-Institut, Expertin für textile Wertschöpfungsketten

    Dietrich Weinbrenner, Beauftragter für nachhaltige Textilien der Vereinten Evangelischen Mission

    Eva-Maria Reinwald, Fachpromotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte, SÜDWIND-Institut

    Moderation: Katja Breyer, Amt für MÖWe, Kampagne für Saubere Kleidung

    Anmeldung bis 20. April unter: https://eveeno.com/film-bangladesh

    Veranstalter: Amt für MÖWe und Kampagne für Saubere Kleidung

    Veranstaltungsort: per Zoom im Internet