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Termin Informationen:
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Mo.20Apr.202619:00 UhrAuslandsgesellschaft, Steinstr. 48 (großer Saal)
5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag - Kann uns ein „Atomschirm“ schützen?
Julia Engels (Jahrgang 1994) ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Kriegs- und Friedensforschung. Derzeit promoviert sie an der RWTH Aachen zu Deutschlands Rolle in der internationalen nuklearen Abschreckung. Sie arbeitet an verschiedenen Fragen der atomaren Abrüstung, Sicherheitsarchitektur und Antimilitarismus.
Zu ihrem langjährigen Engagement in der Friedensbewegung gehören auch Artikel in diversen Publikationen der Friedensbewegung.Ein Regenschirm dient dazu, uns vor Regen zu schützen. Ob ein Atomschirm einen vergleichbaren Schutz bietet, darf allerdings bezweifelt werden. Die Einsicht, dass es besser wäre, alle Atomwaffen aus der Welt zu schaffen, hat zum Atomwaffenverbotsvertrag geführt, der vor 5 Jahren eröffnet wurde. Seitdem läuft das Bestreben, möglichst viele Länder für einen Beitritt zu gewinnen. Aktuell haben 75 Staaten den Vertrag ratifiziert. 21 weitere Staaten haben den Vertrag unterzeichnet. Deutschland ist leider noch nicht dabei. Die Bundesregierung strebt stattdessen u.a. in Kooperation mit Frankreich eine Verstärkung der „nuklearen Teilhabe“ an. Aktuell sind in Deutschland Atomwaffen stationiert, die unter der Kontrolle der USA stehen. Zudem hat der damalige Bundeskanzler Scholz der Stationierung neuer Mittelstreckenraketen zugestimmt, die auch nuklear bestückt werden können.
Über diesen Themenkomplex wird uns Julia Engels referieren, danach können wir mit ihr darüber diskutieren.Eine Veranstaltung in der monatlichen Reihe von DGB Dortmund und Attac Dortmund