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Termin Informationen:
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Do.28Mai202616:30Volkshochschule Dortmund, Kampstraße 47, 1. OG in der Kassenhalle, Raum 1.14
„Causa Woelbing“
MIT: Andreas Ganter, Journalist und Beate Ebbert, Autorin.
Moderation: Friedrich ErbacherDer 30. Mai 1933 geht in die Geschichte der Stadt Dortmund ein: An die-
sem Tag werden auf dem Hansaplatz unzählige Bücher auf Geheiß der
Nationalsozialisten verbrannt. Eine treibende Kraft dahinter war Hans
Woelbing, seit 1928 Lehrer am Bismarck-Realgymnasium (heute: Max-
Planck-Gymnasium). Woelbing machte nach dem Krieg eine Karriere im
pfälzischen Zweibrücken, war Mitglied mehrerer Parteien und leitete
schließlich selbst eine Bibliothek.
Von seiner Nazi-Vergangenheit in Dortmund war in der Pfalz nichts be-
kannt. Das ändert sich erst 2017. Die dortige Tageszeitung „DIE RHEIN-
PFALZ“ veröffentlichte umfangreiche Recherchen zu Woelbing und
dessen Geschichte. Der Journalist Andreas Ganter M.A. wird über seine
Erkenntnisse zu Woelbing und dessen Werk berichten. In seinem Vortrag
geht der Politikwissenschaftler und Theologe auch auf die Debatte ein,
die sich in der Folge seiner Berichterstattung entwickelt hat und welche
Konsequenzen seine Arbeit für die Zweibrücker Stadtgesellschaft hatte.Zu Beginn der Veranstaltung wird die Hagener Autorin Dr. Birgit Eb-
bert die Zuhörerinnen und Zuhörer mit einer Lesung aus ihrem Roman
„Brandbücher“ (Gmeiner Verlag 2013) in die Zeit der Bücherverbrennun-
gen einstimmen und anhand ihrer Recherche für das Buch die Brücke zu
den Ereignissen rund um Hans Wölbing schlagen.