Kalender


Termin Informationen:

  • Do.
    07
    Mai
    2026
    Sa.
    16
    Mai
    2026

    Roya

    17:34sweet sixteen, Kino im depot, Immermannstr. 27
    • Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU)
    • Vorführungen:
    • Do., 7. Mai 2026 – So., 10. Mai 2026 um 20:45 Uhr
    • Mo., 11. Mai 2026 um 21:00 Uhr
    • Di., 12. Mai 2026 um 20:45 Uhr
    • Mi., 13. Mai 2026 um 21:00 Uhr
    • Do., 14. Mai 2026 – Sa., 16. Mai 2026 um 17:00 Uhr
    Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, steht vor einer Entscheidung: ein erzwungenes, im Fernsehen übertragenes Geständnis ablegen oder weiterhin in ihrer drei Quadratmeter großen Zelle verharren.Roya, eine ehemalige Lehrerin und Aktivistin, wird vom islamischen Regime beschuldigt, Studentinnen dazu angestiftet zu haben, ihre Kopftücher zu verbrennen. Als nationale Bedrohung wird sie ins Teheraner Evin Gefängnis gebracht. Dort steht sie vor einer scheinbar einfachen, doch existenziellen Entscheidung: ein erzwungenes, im Fernsehen übertragenes Geständnis ablegen, in dem sie ihren Überzeugungen abschwört, oder in ihrer feuchten, drei Quadratmeter kleinen Einzelzelle verharren. Ihr Gefängnisalltag ist von völliger Isolation geprägt – ihre Zelle verlässt sie ausschließlich für Verhöre, zu denen sie verschleiert und mit verbundenen Augen geführt wird, den Blick starr auf den Boden gerichtet, während sie durch die Gänge geht, begleitet von den Schreien und dem Blut anderer Insassinnen. Die Vernehmer setzen alles daran, ihren Widerstand zu brechen, sowohl durch körperliche Gewalt als auch durch psychologischen Druck.
    Eines Tages wird Roya im Rahmen eines Scheinver hörs eine Todesanzeige ihres Vaters gezeigt. Ihr wird mitgeteilt, dass er gestorben sei und dass sie nur dann zur Beerdigung gehen dürfe, wenn sie ein Geständnis ablegt. Tief getroffen von dieser Nachricht und dem Wunsch, sich von ihrem an Alzheimer er krankten Vater zu verabschieden, willigt sie ein. Mit einer Fußfessel versehen wird sie in ein Auto gesetzt. Zum ersten Mal seit Monaten sieht sie wieder Sonnenlicht, Straßen und Menschen. Doch die Rückkehr in die Außenwelt erweist sich als trügerisch: Auf dem Weg zur Beerdigung erfährt Roya, dass nicht ihr Vater, sondern ihre Schwester gestorben ist. Kaum ist die Beisetzung vorbei, steht sie wieder allein in ihrer Wohnung – verlassen von ihrem Ehemann Ali, der nicht nur die Räume, sondern offenbar auch sie selbst verlassen hat. Die drei Tage ihrer vorübergehenden Freiheit verfliegen und werden zu einem zermürbenden Schwebe zustand. Roya bewegt sich wie ein Schatten durch ihr eigenes Leben, ständig überwacht und innerlich zerrissen. Ihr Vernehmer scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen, während Telefonaufnahmen sie immer wieder an das erzwungene Geständnis erinnern. Gleichzeitig dringen Erinnerungen und traumatische Erlebnisse aus der Haft immer stärker in ihr Bewusstsein. Die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmt, Realität und Einbildung sind kaum noch voneinander zu trennen.