10 Jahre nach dem Arabischen Frühling – Europas Verantwortung, Europas Versagen?

2011 ging von vielen arabischen Staaten eine Freiheits- und Demokratiebewegung aus, die Europa und die Europäischen Union hoffnungsvoll auf die andere Seite des Mittelmeers blicken ließ. Einige von europäischen Staaten geduldeten und teilweise gar hofierten Diktaturen wie der Gaddafis in Libyen zerbrachen und hinterließen ein Vakuum. Während dieses in Libyen von einem bis heute schwelenden Bürgerkrieg gefüllt wurde, und in Syrien Assad weiterhin fest an der Macht scheint, geben Beispiele wie Tunesien Hoffnung. Doch auch das Land, in dem mit der „Jasmin-Revolution“ der Arabische Frühling begann, wird momentan von einer politischen und sozialen Krise erfasst.
Zehn Jahre nach dem Arabischen Frühling wird eines klar: Die Hoffnungen, welche in die arabische Freiheits- und Demokratiebewegung gesteckt wurden, konnten bei weitem nicht erfüllt werden. Und eine instabile Region südlich des Mittelmeers wird auf Dauer zu einer der größten Herausforderungen für Europa. Welche Rolle hat Europa und die Europäische Union in den vergangenen Jahren eingenommen? Blieb es, bis auf die militärische Intervention in Libyen, bei Lippenbekenntnissen? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Entwicklungen, auch im Hinblick auf Migrationsbewegungen nach Europa? Und welche Verantwortung trägt Europa letztendlich – hat es bei der Unterstützung des Arabischen Frühlings versagt? Darüber wollen wir reden, mit diesen Gästen:
Jochen Leyhe ist Lehrer für die Fächer Politik/Sozialwissenschaften und Französisch an einem Bonner Gymnasium. Seit über 10 Jahren moderiert er Veranstaltungen und vermittelt politische Inhalte auf verständliche Weise.
Prof. Dr. Hanan Badr ist in Kairo geboren und aufgewachsen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Berlin und reist regelmäßig in ihr Heimatland Ägypten zu ihrer weiteren Familie. Von Berlin aus arbeitet sie an der Gulf University of Kuwait und ist Mitglied der Arab German Young Academy of Sciences and Humanities. Prof Badr. hat die arabischen Umbrüche erforscht, vor allem welche Rolle Medien in der Mobilisierung spielten. Sie sagt: Zehn Jahre nach den arabischen Umbrüchen ist nichts vorbei. Trotz heutiger Stagnation sehnen sich die Menschen nach Freiheit und sozialer Gerechtigkeit.
Siebo M. H. Janssen M. A. ist Politikwissenschaftler und Historiker. Er ist derzeit u.a. Lehrbeauftragter an der Ruhr-Uni Bochum. Schwerpunktmäßig lehrt er im Bereich Europäische und Internationale Politik und ist z.B. beim TV-Sender PHOENIX immer wieder als Experte zu unterschiedlichen politischen Themen zu sehen.
Die Veranstaltung findet als Online-Videokonferenz über Cisco Webex statt. Die Einwahldaten werden hier bekannt gegeben.

Veranstalter:

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JEF Ruhrgebiet

Anmeldung Kontakt: veranstaltungen@auslandsgesellschaft.de