blockado: ‚Wie-geht’s-weiter‘-Konferenz

Wir möchten unser 10-jähriges Jubiläum zum Anlass nehmen, uns neu aufzustellen.
BlockaDo lädt alle ein, die auch 2024 und danach noch vorhaben, den rechten Bestrebungen in dieser Stadt Widerstand entgegenzusetzen.

Vor 10 Jahren,im März 2014, haben Antifaschist*in-
nen in Dortmund das BlockaDO–Bündnis gegründet.
Dem voraus ging ein Verständigungsprozess zwi-
schen Aktiven aus zahlreichen politischen Organisa-
tionen, aus Parteien und Jugendorganisationen, aus
Gewerkschaften und autonomen Antifagruppen und
einer Reihe von Menschen, die keiner Organisation
angehörten, aber gemeinsam Antworten auf die da-
mals drängende Frage gesucht haben: Wie umgehen
mit den regelmäßigen Aufmärschen in einer der
Hochburgen der Neonaziszene?
Die Antwort war die Gründung eines Aktionsbündnis-
ses und die Entwicklung eines Konsenses, unter dem
unsere Aktionen stattfinden sollten. Mit dem Grund-
satz: ‚Sagen was wir tun, tun was wir sagen‘ haben
wir dazu aufgerufen, Naziaufmärsche durch Blocka-
den der Straßen und Plätze, auf denen sie ihre Hetze
verbreiten wollen, zu verhindern.
10 Jahre – das hat gesessen!
In 10 Jahren haben wir einiges erreicht. Blockaden
von Anreisebahnhöfen, Sammelplätzen und De-
monstrationsrouten haben für Ausfälle, Verzögerun-
gen und Umwege gesorgt; ein ungestörtes Erlebnis
waren die Demonstrationen der Partei „Die Rechte“
selten. Wir haben jedoch auch feststellen müssen,
dass Stadtverwaltung und Polizei die Aufmärsche der
Neonazis mit Gewalt durchsetzen, auch gegen sit-
zende Blockierende, von denen keine Eskalation aus-
ging.
Veränderte Herausforderungen…
Nach 10 Jahren haben sich jedoch die Verhältnisse
geändert, in denen wir aktiv sind. Der Niedergang
der einstigen Naziszene in Dortmund geht einher mit
einem Erstarken rechter und neonazistischer Aktivi-
täten in Dortmund und Deutschland. Mit der AfD ist
eine Partei in die Parlamente von Stadt, Land und
Bund eingezogen, der gelungen ist, wovon die Hit-
lerfans in Dortmund-Dorstfeld stets nur träumen
konnten: Die Aktivierung der gesellschaftlich vor-
handenen Ressentiments als Machtbasis für eine
neue rechte Kraft.
Wir brauchen einen Plan!
Wir möchten daher unser Jubiläum zum Anlass neh-
men, uns neu aufzustellen. Wir sprechen eine Ein-
ladung aus an alle, die auch 2024 und danach
noch vorhaben, den rechten Bestrebungen in
dieser Stadt Widerstand entgegenzusetzen. Wir
möchten diskutieren, wie wir unseren Anspruch, mit
gemeinsamen Aktionen in die Pläne der Neonazis
einzugreifen, heute umsetzen können.
• Was sind unsere zukünftigen Aktionsformen?
• Wie kann ein aktualisierter Aktionskonsens aus-
sehen?
Alle Infos zum Programm und Ablauf findet ihr
zeitnah auf www.blockado.info