Deckeln, Enteignen oder Bauen? Was tun, wenn der Kapitalmarkt die Regeln diktiert?

Eine Veranstaltung von Attac Dortmund und DGB Dortmund mit

* Elke Kuhne von der initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ und

* Markus Roeser, wohnungspolitischer Sprecher des „Mieterbereins Dortmund und Umgebung e.V.“

Auf dem Wohnungsmarkt gibt es selten gute Nachrichten, jedenfalls nicht für die, die nur über einen kleinen Geldbeutel verfügen und auch keine Ak­tien von Vonovia, Deutsche Wohnen oder LEG besitzen.

Jetzt rächt sich, dass die öffentliche Hand in den vergangenen Jahrzehnten ihre Wohnungen an private Unternehmen aus Kurzsichtigkeit oder zur Sa­nierung ihrer Finanzen verkauft hat. Inzwischen bestimmen Renditeerwar­tungen und nicht mehr die Politik, wie wir wohnen und wie sich unsere Stadtteile entwickeln.

Die sozialen Folgen sind unübersehbar. Immer mehr Menschen müssen ihre Wohnung und ihr gewohntes Umfeld verlassen, Quartiere werden gen­trifiziert oder vernachlässigt, Menschen landen auf der Straße. Allerdings wächst auch der Widerstand und die Menschen verlangen Lösungen für die immer unbezahlbarer werdenden Mieten.

Nach Scheitern des „Mietendeckels“ in Berlin ruhen die Hoffnungen nun unter anderem auf dem erfolgreichen Abschluss des Volksbegehrens „Deut­sche Wohnen & Co. enteignen!“

Auch in Dortmund wohnen 20% aller Mieter in profitorientierten Woh­nungsunternehmen wie Vonovia und LEG. Nimmt man kleinere Fonds hin­zu, sind es sogar noch mehr. Das was in Berlin in Sachen Wohnungspolitik passiert, ist daher auch für Dortmund interessant.

Elke Kuhne wird uns das der Enteignungskampagne zugrundeliegende Ver­gesellschaftungsmodell vorstellen und aus erster Hand über die Bewe­gung in Berlin berichten, z.B. welche Strukturen aufgebaut wurden und welche Schritte als nächstes geplant sind.

Markus Roeser wird uns über die wohnungspolitische Lage in Dortmund berichten, die wohnungspolitischen Vorstellungen des Mietervereins darle­gen und das lokale Netzwerk „arm in Arm“ sowie das Landes­bündnis „Wir Wollen Wohnen“ vorstellen.

Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Forderungen an die Politik zu stellen sind, damit sich wirklich etwas ändert, und wie man diesen Forderungen Nachdruck verleihen kann.

Den Link zur online-Verantsaltung erhalten Sie bei Strucksberg[ät]gmx.de