Film: Oeconomia

„Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb uns oft nicht mehr viel übrig als ein diffuses und unbefreidigendes Gefühl, das irgendetwas schief läuft. Aber was? Der Dokumentarfilm OECONOMIA legt die Spielregeln es Kapitalismus offen und macht in episodischer Erzählstruktur sichtbar, das die Wirtschaft nur dann wächst, dass Gewinne nur dann möglich sind, wenn wir uns verschulden. Jenseits von distanzierten Phrasen der Berichterstattung, die ein Verstehen des Ungeheuerlichen letztlich immer wieder verunmöglichen, macht sich OEKONOMIA mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz daran, den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten. Erkennbar wird ein Nullsummenspiel, das uns und unsere ganze Welt in der Logik einer endlos fortwährenden Kapitalvermehrung einspannt – koste es, was es wolle. Ein Spiel, das bis zur totalen Erschöpfung gespiel wird und vielleicht kurz vor dem Ende steht.“

„Nach der Finanzkrise habe ich die Phänomene unseres Wirtschaftssystems betrachtet und mir ist aufgefallen, dass wir seit Jahrzehnten eine wachsende Wirtschaftsleistung haben, aber parallel dazu eine ständig steigende Verschuldung. Diese Zusammenhänge filmisch aufzuarbeiten haben mich interessiert.“, erzählt die Regisseurin Carmen Losmann über ihre Motivation den Dokumentarfilm Oeconomia zu machen. In 90 Minuten veranschaulicht die Filmemacherin mit Interviews, nachgesprochenen Telefonaten,  computergenerierten Bildern und Aufnahmen einer fassadenförmigen Welt das komplexe Thema.

Am 15. Oktober 2020 ist der offizielle Start des Dokumentarfilmes, der von einer Premierentour durch Deutschland begleitet wird. Der Westdeutsche Förderkreis nimmt als Kooperationspartner teil und führt die Diskussionen mit dem Publikum in Anwesenheit der Regisseurin am 14. Oktober um 20:15 Uhr in der Schauburg Dortmund.

Tickets können Sie über das Online-Portal des Kinos oder an der Abendkasse erwerben.