Wohnen: Sozialisierung statt immer mehr Rendite!

Ref.: Knut Unger, Sprecher des MieterInnenvereins Witten und von Unger„MieterAKTIONärIn“– Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen. Er ist Autor von „DIE FINANZIALISIERTE WOHNUNGSWIRTSCHAFT IST SOZIALISIERUNGSREIF“ (Rosa-Luxemburg-Stiftung 4/22)

Eine Veranstaltung von DGB Dortmund und Attac Dortmund

Wohnen wird für immer mehr Menschen zur Schicksalsfrage. An die Stelle des Menschenrechts auf eine angemessene Wohnung ist das Recht auf eine angemessene Verzinsung von Wohneigentum als Ka­pitalanlage getreten.

Inzwischen bieten sich Vonovia und Co. dem Staat als Partner für be­zahlbares Wohnen und den Ausbau regenerativer Energien in den Wohnquartieren an. Allerdings bei entsprechenden Rahmenbedingun­gen und ausreichender Förderung durch die öffentliche Hand. Ziel ist letztlich die industriell organisierte Abschöpfung von Renditen aus dem gesamten Produktions-, Bewirtschaftungs- und Erneuerungspro­zess der Wohngebiete.

Wie können Politik und Gesellschaft ihre verlorene Gestaltungs­macht wie­dergewinnen? Welche Rahmenbedingungen für eine Verge­sellschaftung von Wohnungsbeständen sind nötig? Welche anderen Formen der Gemeinwirtschaft sind möglich und gibt es überhaupt eine Lö­sung im Rahmen des bisherigen Systems?

Unser Referent wird auch auf die aktuelle Situation und die Krise des bisherigen Geschäftsmodells von Vonovia eingehen, auf die Konse­quenzen (u.a. in Form von massiven Verkäufen) sowie auf die Bedeu­tung von Inflation und Energiekrise für Vonovia und ihre Mie­terinnen und Mieter.