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Termin Informationen:

  • Do
    06
    Dez
    2018

    Abkehr vom Auto? Bedingungen für die Mobilitätswende

    19.30 UhrKommende, Brackeler Hellweg 144

    Am Donnerstag, den 6. Dezember, ist der Politikwissenschaftler Andreas Knie in der Kommende zu Gast. Er ist Experte für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel. Ab 19.30 Uhr stellt er sich in der Reihe „Profilierte Querdenker im Interview“ den Fragen von Richard Geisen und diskutiert mit dem Publikum die Sackgassen der aktuellen Autowelt und Möglichkeiten eines radikalen Wandels. Viel zu lange hat die Politik ihre schützende Hand über die Autoindustrie gehalten. Nach all den Betrügereien und der erstaunlich weit gehenden Einflussnahme auf die Gesetzgebung scheint eine Kehrtwende unausweichlich. Vor allem aber: Die Umweltbelastung durch den stetig wachsenden PKW- und LKW-Verkehr ist nicht mehr hinnehmbar. Andererseits werden weiterhin rekordverdächtig viele Autos verkauft. Übergroße Individualfahrzeuge, Fahren ohne Tempolimit, Parken mitten in der Stadt – all dies wird verteidigt, als seien es Menschenrechte.

    Neue Verkehrskonzepte, alternative Wege der Mobilität haben es dagegen schwer. Wir fragen nach:

    • Welche politischen Weichenstellungen und rechtlichen Privilegien haben den Siegeszug des privaten Autoverkehrs in den vergangenen Jahrzenten begünstigt?

    • Es gibt heute allein in Deutschland fast 50 Millionen zugelassene PKWs. Das ist sehr viel. Aber zu viel? Wodurch wird die Grenze des Erträglichen markiert?

    • Sollten nicht zuerst die umweltschädliche Billigfliegerei und der überbordende Schiffsverkehr drastisch verteuert und eingeschränkt werden, bevor man Fahrverbote für Autos verhängt?

    • Welche Trends prägen die aktuelle Entwicklung des Individualverkehrs? Der Dieselskandal scheint sich kaum dämpfend auf die Produktion und die Nutzung von Privat-PKWs auszuwirken. Wo lassen sich andere wirksamere Mittel des Umsteuerns ausmachen?

    • Was sind die Alternativen? Wie ist die Elektromobilität zu bewerten? Welche Rolle wird das Fahrrad in Zukunft spielen? Müssen wir uns insgesamt mit weniger individueller Mobilität begnügen?

    • Der Öffentliche Personennahverkehr und die Deutsch Bahn scheinen nahe liegende Alternativen zum Individualverkehr zu sein. Wodurch wird ihr Attraktivität vor allem begrenzt? Welche Weichen hat die Politik in der Vergangenheit falsch gestellt? Was lässt sich korrigieren?

    • Welche politischen Stellschrauben gibt es, um die Autoindustrie zu schadstoffarmen Innovationen zu zwingen? Was sollten die Stadt- und Raumplaner grundsätzlich anders machen?

    • Wie lässt sich bei den Konsumenten eine weiträumige Akzeptanz schaffen für die Abkehr vom Auto? Könnte z.B. eine andere Steuerpolitik, die die Berufspendler nicht mehr so stark entlastet, Abhilfe schaffen und zu verändertem Denken zwingen?

    Prof. Dr. Andreas Knie ist am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung sowie als Hochschullehrer an der TU Berlin tätig. Aktuelle Bücher (2018): Taumelnde Giganten. Gelingt der Autoindustrie die Neuerfindung? (oekom Verlag) sowie: Erloschene Liebe? Das Auto in der Verkehrswende (transcript Verlag)

    Die Teilnahme am Querdenker-Abend mit Andreas Knie ist kostenfrei.

    Zur Erleichterung unserer Vorbereitung bitten wir dringend um Anmeldung: telefonisch (0231 206050) oder per Mail: kister@kommende-dortmund.de.