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Termin Informationen:

  • Mi
    17
    Jul
    2024

    Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit!

    9 - 16:15 UhrJGH Adolph-Kolping, Silberstr. 24-26

    Tagung: Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können

    Anmeldeschluss: 02.07.2024

    Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende politisch-gesellschaftliche Diskurs auch zunehmend in Deutschland. Der Nahostkonflikt wirkt wie ein Brennglas auf den hierzulande bestehenden Antisemitismus und Antimuslimischen Rassismus. Für davon betroffene Gruppen und Einzelpersonen bedeutet dies verstärkte Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Zugleich zeichnen sich gesamtgesellschaftlich viele Unsicherheiten und Ohnmachtsgefühle in Bezug auf den Nahostkonflikt ab und damit auch das Vermeiden offener Dialoge. Ziel unserer Tagung ist es daher durch offene und demokratische Dialoge Unsicherheiten abzubauen, Handlungs- und Argumentationsstrategien aufzuzeigen und Wissen sowie Orientierung zu vermitteln. Mit der Expertise versierter Fachreferent*innen zum Themenspektrum wollen wir Inhalte nachvollziehbar machen, kritische Reflexionen anregen und einen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts leisten. Unsere Zielgruppen sind Berufstätige aus diversen Arbeitsfeldern: Schule, Bildungsinstitutionen allgemein sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen, Migrationsdienste, Behörden, Justiz, Beamte, Pflegepersonal uvm. Ebenso sind auch Ehrenamtliche und Privatpersonen eingeladen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen möchten.

    Ausgeschlossen von der Teilnahme an der Tagung sind Personen, die extremistischen Organisationen angehören oder rassistische, antisemitische bzw. muslimfeindliche Menschenbilder befürworten.

     Programm, 09:00–16:00 Uhr

    Ab 09:00 Uhr: Registrierung und come together

    09:30–09:45 Uhr: Begrüßung, Einführung in die Tagungsthematik, Organisatorisches: Kirsten Ben Haddou, FB-Leitung „Beruf international und Migration“ des IBB e.V., Dortmund

    09:45–10:15 Uhr: Fachinput 1:  Wissen und Orientierung zum Nahostkonflikt, Narrative der Konfliktparteien und die Rolle von Machtverhältnissen

    Referent: Shai Hoffmann, Sozialunternehmer, Aktivist, Speaker und Moderator des Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“

    10:15–10:45 Uhr: Fachinput 2: Antisemitismus und Antimuslimischer Rassismus – Definitionen und Bedeutungen in verschiedenen (kulturellen) Kontexten

    Referent*innen: Polina Khubbeeva und Iskandar Abdalla,Projekt „Build Bridges, Not Barriers“, Transaidency e.V.,Berlin

    10:45–11:15 Uhr: Fragerunde im Plenum

    Kaffeepause

    11:30–13:00 Uhr: Parallele Workshops

    Workshop 1: Handlungs- und Argumentationsstrategien gegen Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit im Alltag
    Gesprächspartner: Shai Hoffmann, Sozialunternehmer, Aktivist, Speaker und Moderator des Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“

    Workshop 2: Humanitäres Völkerrecht im Nahostkonflikt? Perspektiven für die Friedens- und Versöhnungsarbeit
    Gesprächspartner*innen: Jakob Nikfarjam, DRK-Generalsekretariat Berlin (Online-Zuschaltung) und Agnes Hasenjäger, Friedensbüro Hannover e.V.

    Workshop 3: Rolle und Einfluss medialer Darstellungen –Fake-News, Homogenisierungen, Narrative                                   Gesprächspartner: Mustafa Cimşit und Peter Waldmann, Maimonides – jüdisch-muslimisches Bildungswerk gemeinnützige UG, Ingelheim am Rhein

    13:00–14:00 Uhr Mittagspause

    14:00–15:30 Uhr (mit flexibler Kaffeepause): Podiumsgespräch u.a. Simon S. Hölscher, IDA-NRW – Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW, May Zeidani Yufanyi, freiberufliche Trainerin u.a. zu den Themen Antirassismus, Diversität und intersektionale Gerechtigkeit/Berlin

    Moderation: Kirsten Ben Haddou

    15:30–16:00 Uhr: Crossover – Austausch im Plenum und

    Verabschiedung

    Die Referent*innen

    Shai Hoffmann ist deutsch-jüdischer Sozialunternehmer mit israelischen Wurzeln, Aktivist, Speaker, politischer Bildner und Geschäftsführer von Gesellschaft im Wandel gUG/Berlin. Er ist zudem Moderator des Podcast „Über Israel und Palästina sprechen“. In Kooperation mit der Deutsch- Palästinenserin Jouanna Hassoun von Transaidency e.V. bietet er das Bildungsformat „Trialog Israel & Palästina“ für Jugendliche an Schulen an.

    Polina Khubbeeva hat Politik mit Schwerpunkt internationale Politik und Digitales studiert und leitet regelmäßig Workshops für Jugendliche und Stadtteilmütter zum Nahostkonflikt, Antisemitismus und Rassismus im Rahmen von Projekten des Berliner Vereins Transaidency.

    Iskandar Abdalla studierte Geschichte, Nahoststudien und Islamwissenschaft an verschiedenen Universitäten und arbeitet derzeit an seiner Promotion. In seiner Forschung beschäftigte
    er sich mit dem Islam in Europa und der Film- und Kulturgeschichte der arabischen Welt. Zudem ist er in der politischen Bildungsarbeit u.a. für Transaidency e.V. aktiv.

    Jakob Nikfarjam ist Jurist und arbeitet als Referent für Internationales Recht im Bereich Verbreitungsarbeit/Internationales Recht beim DRK-Generalsekretariat/Justitiariat in Berlin.

    Agnes Hasenjäger ist Vorständin des Friedensbüro Hannover e.V. Nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“ leistet das Büro kontinuierliche Friedensarbeit für eine gerechte und friedfertige Welt in lokaler, regionaler und überregionaler Zusammenarbeit mit zahlreichen Friedens- und antimilitaristischen Initiativen.

    Mustafa Cimşit ist Imam, Pädagoge und Religionswissenschaftler. Er war Gründer und ehem. Gründungsvorsitzender von „Schura Rheinland-Pfalz – Landesverband der Muslime“. Er ist Mitbegründer/Geschäftsführer von „Maimonides jüdisch-muslimisches Bildungswerk“ in Ingelheim am Rhein und Leiter des Modellprojekts „Couragiert! Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit“.

    PD Dr. Peter Waldmann ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und ehem. langjähriger Vorsitzender des Landesverbandes jüdischer Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer von „Maimonides jüdisch-muslimisches Bildungswerk“. Das Bildungswerk fördert insbesondere zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

    Moderation und Leitung: Kirsten Ben Haddou, Gamze Kelleci und Angelina Rieser, FB Beruf International und Migration/Projekt fokusplus des IBB e.V.

    Es wird eine Verpflegungskostenpauschale von 20 € Pro Person erhoben.

    Anmeldung bitte über unseren Programmflyer.

    Informationen unter fokus@ibb-d.de

    Veranstalter: IBB e.V.